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Die Stadt Unterschleißheim ist aus der von ihr selbst initiierten Einkaufsgemeinsachft mehrerer Kommunen ausgestiegen, da die Mehrheit des Stadtrats auf Antrag der Grünen (1) nur Ökostrom entsprechend dem Leitfaden des Bundesministeriums für Umwelt beziehen und (2) die sog. "Deckelung", nach der das Ökostromangebot nicht mehr als 10% über dem Angebot konventionellen Stroms liegen durfte, nicht mitvollziehen wollte.
Auf die eigene Europa-weite Ausschreibung wurde jedoch kein Angebot eingereicht. Gründe sollen angeblich die komplizierte Ausschreibung und die derzeitige Überlastung der Ökostromanbieter sein (sz vom 2.11.09 205kb). Es folgte eine "kleine" nicht Europa-weite Ausschreibung.
Auf der Sitzung des Stadtrats am 26.11.2009 gab 1. Bgm Zeitler bekannt, dass Unterschleißheim ab dem 1.1.2010 Ökostrom beziehen wird. Ein Wermutstropfen aus unserer Sicht ist allerdings, dass den Zuschlag die Fa. e.on Bayern mit ihrem sog."Ökotarif" bekommen hat. Der bezogene Strom ist zwar recht kostengünstig und stammt zu 100% aus Wasserkraft, aber e.on ist einer der Stromgiganten, die überwiegend Strom aus nuklearen und fossilen Quellen produzieren.
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Eines der wesentlichen Anliegen der Grünen in der jetzigen Legislaturperiode des Stadtrates ist die Umstellung der Stromversorgung der Stadt Unterschleißheim auf Ökostrom. Einen entsprechenden Antrag haben die Grünen-Vertreter im Stadtrat 29.1.09 eingebracht. (Presseerklärung)
Der Umwelt- und Verkehrsauschuss hat gegen die Stimmen der CSU beschlossen, die im Jahr 2009 anstehende Neuauschreibung des Strombezugs ausschließlich auf Ökostrom zu begrenzen. Allerdings soll auf Antrag der SPD zusätzlich ein Angebot für konventionell erzeugten Strom von Eon eingeholt werden ( sz vom 7.5.09). Diese Entscheidung wird vom ehemaligen Grünen-Stadtrat Jürgen Radtke als halbherzig kritisiert [... mehr].
Gleichzeitig wurde beschlossen, Mitstreiter bei den Kommunen des Landkreises für eine gemeinsame Ausschreibung zu suchen. Diese Strategie ist offenbar erfolgreich, denn laut einem Bericht der sz vom 30.5.09 gibt es inzwischen mehrere Gemeinden, die sich beteiligen und gemeinsam auf Ökostrom umsteigen wollen.
Durch den Grünen-Antrag ist offenbar ein Stein ins Rollen kommen und wir hoffen, dass der Umstieg auf Ökostrom in absehbarer Zeit nicht nur in Unterschleißheim, sondern auch in vielen anderen benachbarten Kommunen Realität werden wird.
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| Bündnsi90/DieGrünen haben bereits früher im Stadtrat den Antrag gestellt, die Stromversorgung der Stadt Unterschleißheim auf Ökostrom umstellen. Das wurde damals abgelehnt, jedoch heute stehen die Vorzeichen günstiger. Unterschleißheim ist im Dezember 2007 offiziell der EnergieVision beigetreten und hat sich damit verpflichtet, bis 2050 den Energieverbrauch um 60% zu senken und den verbleibenden Energieverbrauch komplett aus erneuerbaren Energieen abzudecken. Die Umstellung auf Ökostrom wäre ein wichtiger Schritt zur Erreichung dieses Ziels. Außerdem haben sich auch andere politische Parteien in ihrem Programm diesem Ziel verpflichtet (s. BUND - Ortsgruppe Schleißheim). Was andernorts möglich ist (z.B. in Nürnberg), sollte auch in Unterschleißheim Realität werden können.
Wir werden diesen Antrag in der neuen Legislaturperiode erneut einbringen
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| Was können Sie tun?
Sie haben es selbst in der Hand, Ihren Stromlieferanten zu wechseln und dadurch einen Beitrag zur Förderung erneuerbarer Energien und damit zum Klimaschutz zu leisten. Der Wechsel ist denkbar einfach: Eine Mail oder eine Postkarte an den neuen Lieferanten genügt. Sie müssen lediglich Ihren Stromzähler ablesen; alle weiteren Formalitäten übernimmt Ihr neuer Stromlieferant für Sie.
Nicht überall, wo "Öko" draufsteht, ist auch "Öko" drin.
Heute bietet fast jeder Energieversorger sog. "Ökotarife" an. Damit werden diejenigen Teile aus der Gesamtstromerzeugung des Versorgers, die nicht durch Kohle- oder Atomkraft gewonnen werden, zu erhöhtem Tarif angeboten. Tatsächlich finanzieren Sie aber mit einem Umstieg auf einen solchen Tarif meist indirekt auch den konventionell erzeugten Strom. Achten Sie also bei einem Wechsel darauf, dass Ihr neuer Lieferant die vom bundesweiten Aktionsbündnis "Atomausstieg selber machen" definierten Kriterien erfüllt oder sich zumindest verpflichtet hat, die Einnahmen aus dem Ökostromtarif in den Ausbau erneuerbarer Energien zu investieren. Hier finden Sie weitere Informationen und Antworten auf Fragen zu Strom und Netznutzung. Einen auf Ihren individuellen Bedarf zugeschnitten Vergleich aller Stromanbieter an Ihrem Wohnort bietet Ihnen verivox.de.
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