Termine der Grünen im Landkreis München
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Kirchheimer Mitteilungen: Februar 2006
Genmaisanbau im Umland, Mobilfunk-Karte und anderes Wichtiges
Wenn der Frühling wieder Einzug hält und die Bauern im Umland wieder ihre Saaten ausbringen, wird dieses Jahr allerdings Einiges anders sein: u.a. soll auch genmanipulierter Mais auf einigen Feldern in der Umgebung, genauer gesagt in Grub, Weißenfeld und anderen Standorten, angebaut werden. Das birgt auf den ersten Blick zunächst keine sichtbaren Gefahren. Mittel- und langfristig ist davon auszugehen, dass die Biodiversität, die Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt rund um die Äcker abnimmt und sich verändert. Und: die Folgen des Anbaus genmanipulierter Nahrungsmittel für den menschlichen Organismus sind bisher nicht oder sehr ungenügend erforscht. Wir lehnen den Anbau von Genmais und genmanipulierte Nahrungsmittel strikt ab und fordern zumindest eine eindeutige Kennzeichnungspflicht. Aus diesem Grund werden wir – zusammen mit allen Bürgern, die gegen den Anbau gentechnisch veränderter Lebensmittel sind – aktiv werden und uns auch anderen Aktionen anschließen und diese unterstützen. Gegenwärtig beabsichtigt die Bundesregierung Gesetzesentwürfe durchzubringen, nach denen der Bürger noch weniger über die Freisetzung genmanipulierter Pflanzen in Kenntnis gesetzt werden muss. Auch die Haftungsregelungen sollen wesentlich entschärft werden. Zum Wohl der Agro-Konzerne und zum Schaden des Bürgers.
Gleich wichtig ist uns der weiterhin im Ort ungebremste Ausbau der Mobilfunknetze der verschiedenen Betreiber. Mittlerweile häufen sich die Studien, die die extremen und teilweise lebensbedrohenden Gefahren des Mobilfunks für alle Lebewesen bestätigen. Wir sind nicht gegen Mobilfunk, sondern wir sind dafür, dass im Rahmen des menschlich Machbaren dafür Sorge getragen wird, die Belastungen so gering wie nur möglich zu halten. Dazu gibt es bereits Pläne, die der Gemeinde vorliegen (und die bereits in anderen Gemeinden umgesetzt wurden), die aber offensichtlich nicht mit dem nötigen Ernst weiterverfolgt werden. Nach dem EU-weit geltenden Verursacherprinzip muss der für Schäden haften, der dafür verantwortlich ist. Das kann die Gemeinde sein – oder die Mobilfunkbetreiber. Nicht nur in Deutschland, sondern auch im europäischen Ausland häufen sich die Initiativen, diesem bedrohlichen Wahn ein Ende zu setzen. Denn: mobiles Telefonieren ist weiterhin auch mit extrem reduzierten Grenzwerten problemlos möglich. Die Gemeinde hat ein Gutachten in Auftrag gegeben zu dem auch eine Ortskarte gehört, in der die aktuellen Standorte der Mobilfunkantennen eingezeichnet sind. Fragen Sie in der Gemeinde nach, wann dieses Gutachten und die Standortkarte veröffentlicht werden. Manche Bürger überlegen sich bereits, aufgrund der massiven Antennenbelastung den Wohnort zu wechseln. Wir werden Sie über weitere Maßnahmen auf dem Laufenden halten. Wenn Sie wünschen, nehmen wir Sie gerne in unseren Mailverteiler auf. Senden Sie dazu eine formlose Mail an die Adresse „gruene-kirchheim@gmx.de“ mit der Bitte um Aufnahme in den Verteiler.
In eigener Sache: Im Gemeinderat gab es einen personellen Wechsel bei der Besetzung des Gemeinderatssitzes der Grünen. Gabriela Haußleiter, die viele Jahre mit großem Engagement die Interessen der Grünen im Kirchheimer Gemeinderat vertrat, gab ihren Sitz aus gesundheitlichen Gründen auf und an Rudolf Sackerer weiter, der die Grünen nun seit Januar im Gemeinderat vertritt. Rudolf Sackerer ist ein langjähriger und versierter Kenner der politischen Szene in Kirchheim. Er lässt seit Jahren kaum eine Gemeinderatssitzung aus und engagiert sich in vielen Ausschüssen und Gremien im Ort. Mittels Losverfahren wurde er als Mitglied in die beiden wichtigen Ausschüsse im Gemeinderat, den Hauptverwaltungsausschuss und den Bauausschuss gewählt. Gleichzeitig erhielt er einen Sitz im Aufsichtsrat des Collegiums, dessen Strukturen er durch sein langjähriges Engagement im Collegium bestens kennt. Ebenso ist er Behindertenbeauftragter der Gemeinde, Mitglied im Vorstand der Nachbarschaftshilfe und im Agenda 21-Team. Er wird künftig als wachsamer Vertreter der Grünen im Gemeinderat dafür sorgen, dass die Interessen der immerhin über 12 Prozent Grünen-Wähler im Ort bestens vertreten werden.






